Pädagogischer Ansatz

FenKid basiert auf mehreren pädagogisch erprobten Konzepten. Dazu gehören „Klassiker“ der Pädagogik wie Emmi Pikler, Maria Montessori und Elfriede Hengstenberg ebenso wie Jesper Juul, der Grundlegendes über die Bedeutung von Beziehungen in der Erziehung erarbeitet hat.


In FenKid haben wir diese pädagogischen Ansätze an die Lebenswirklichkeit von Familien im 21. Jahrhundert und an die pädagogische Arbeit in Kitas angepasst und mit unseren Erfahrungen zu einem eigenen pädagogischen Konzept gebündelt.


Überblick über die pädagogischen Grundlagen von FenKid


Emmi Pikler (1902 – 1985)

Familienärztin und Leiterin des Waisen- und Pflegeheims Lóczy (Ungarn), das später zu einem international anerkannten Institut wurde.

»Lass mir Zeit« – Emmi Pikler betont, wie wichtig es ist, die Kompetenz des Kindes, seinen Lernrhythmus und seine selbständige Bewegungsentwicklung zu achten. Ebenso sehen wir in ihrem Ansatz der beziehungsvollen Pflege ein wesentliches Element, dem Kind ein gutes Selbstgefühl zu vermitteln. Die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes spielt eine große Rolle in unseren FenKid-Kursen.


Maria Montessori (1870 – 1952)

Ärztin, Reformpädagogin und Philosophin in Rom.

»Hilf mir, es selbst zu tun« – In den FenKid-Kursen schaffen wir Kleinkindern einen Lern- und Erfahrungsraum: Wir gestalten dabei unseren Gruppenraum und das Material so, dass Ihre Kinder ihrem Alter bzw. ihrer Entwicklung entsprechend zum Bewegen, Entdecken, Lernen u.v.m. angeregt werden.


Elfriede Hengstenberg (1892 – 1992)

Gymnastiklehrerin und Bewegungspädagogin in Berlin.

»Körperbewusstsein ist Selbstbewusstsein« – Kinder haben ein inneres Wissen darüber, was sie sich zutrauen können. Um dieses Wissen und diese Sicherheit entfalten zu können, müssen sie selbstständig erleben dürfen, zu welchen Bewegungen ihr Körper fähig ist und wie sich ihre Körper- und Raumgrenzen anfühlen.


Jesper Juul (*1948)

Familientherapeut, Gründer und bis 2004 Leiter des Kempler Institute of Scandinavia in Dänemark sowie von Gründer von familylab.

»Beziehung statt Erziehung« – Kinder brauchen für ihre Entwicklung authentische Eltern statt perfekte, fehlerfreie Pädagogen mit vollkommenen Erziehungskonzepten. In unseren Kursen begleiten wir Sie dabei, Ihre persönlichen Werte als Eltern zu festigen und Ihre eigenen Bedürfnisse und die der Kinder zu respektieren. Wir binden z.B. die Wirkung von persönlicher Sprache und die Begleitung bei Konflikten in die Kursarbeit ein. Die Erwachsenen sind verantwortlich für die Qualität der Stimmung in der Familie; ihr Führungsstil ist für alle Familienmitglieder prägend. Jesper Juul betont die Bedeutung gleichwürdiger Beziehungen, damit sich alle Familienmitglieder wertvoll füreinander fühlen. Mit seinem Ansatz bietet er Eltern eine Orientierungshilfe für das Spannungsfeld zwischen Liebe, Respekt und Führung.

In letzter Zeit hatte ich unser mittleres Kind Lorenz (3) als sehr anstrengend und unkooperativ empfunden. Unser Gespräch hat mir einen wichtigen Impuls gegeben: Mir wurde bewusst, dass nicht nur er sich an der großen Schwester misst, sondern dass auch wir Eltern ihm viel abverlangen. Mir sind viele Situationen eingefallen, in denen er „mit muss“ und „funktionieren“ soll wie die Große! Dies wahrzunehmen hat meinen Blick auf Leonhards gelegentliche "Aufstände" entscheidend verändert. Unsere Beziehung fühlt sich wieder gut an.
A. über ihren Sohn Lorenz, 3 Jahre